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FFH-Arten und Europäische Vogelarten


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Verbreitungskarten

Nachtkerzen-Schwärmer  (Proserpinus proserpina )

(Syn.: Kleiner Oleanderschwärmer)

(Syn.: Pterogon proserpina, Sphynx proserpina)

EU-Code: 1076

FFH-Anh. IV

Rote Liste NRW 2010: R
Rote Liste NRW 1999: 2
Rote Liste D: V
Erhaltungszustand in NRW (ATL): G
Erhaltungszustand in NRW (KON): G

Nachtkerzen-Schwärmer (Proserpinus proserpina)
© Foto: Jürgen Hillig, Berg. Gladbach
Nachtkerzen-Schwärmer (Proserpinus proserpina)
© Foto: Jürgen Hillig, Berg. Gladbach

Mit einer Flügelspannweite von 35 bis 45 mm ist der Nachtkerzenschwärmer einer der kleinsten einheimischen Schwärmer. Die Tiere sind sehr variabel in der Grundfärbung, die von olivgrün über grün nach braun reichen kann. Charakteristisch sind die orangegelben Hinterflügel, die mit einer breiten schwarzen Binde umsäumt sind.

Der Nachtkerzenschwärmer kommt in sonnig-warmen, feuchten Lebensräumen vor. Besiedelt werden feuchte Hochstaudenfluren an Bächen und Wiesengräben, niedrigwüchsige Röhrichte, Kies- und Schuttfluren sowie lückige Unkrautgesellschaften an größeren Flussläufen. Als Sekundärstandorte werden Böschungen und Dämme, Sand- und Kiesgruben, Steinbrüche, verwilderte Gärten sowie neu entstandene Brachflächen genutzt. Die Art ist ausgesprochen mobil und wenig standorttreu. Daher kann sie in kurzer Zeit neue Populationen bilden, aber auch an bekannten Flugplätzen plötzlich wieder verschwinden. Die Flugzeit der Falter reicht von Mai bis Juni. Bei Sonnenauf- und Untergang umfliegen die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere ihre Saugpflanzen (Nelkengewächse, Lippenblütler, Schmetterlingsblütler). Die Eier werden einzeln unter die Blätter von Nachtkerzen, Weidenröschen und Blutweiderich abgelegt. Die Raupen erscheinen ab Anfang Juli bis Ende August für wenige Wochen an den Futterpflanzen und verpuppen sich im Spätsommer in eine Erdhöhle. Dort überwintert die Puppe, so dass im Frühjahr des Folgejahres die Falter der nächsten Generation schlüpfen.

In Norddeutschland erreicht der Nachtkerzenschwärmer seine nördliche Verbreitungsgrenze. Hier ist seit einigen Jahren eine deutliche Ausbreitungstendenz zu beobachten. Aus Nordrhein-Westfalen liegen über 25 Fundmeldungen unter anderem aus dem Bereich der Kölner Bucht und der Eifel vor (2015).