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Verbreitungskarten

Bartmeise  (Panurus biarmicus (Linnaeus, 1758))

EU-Code: A323

Rote Liste 1999 NRW: R
Rote Liste 2010 NRW: R
Rote Liste D: V
Status in NRW: B; Erhaltungszustand in NRW (ATL): S
Status in NRW: B; Erhaltungszustand in NRW (KON):

Bartmeise (Panurus biarmicus)
© Foto: Joachim Weiss, Lüdinghausen
Bartmeise (Panurus biarmicus)
© Foto: Martin Woike, Haan

Die 16,5 cm große Bartmeise ist auf der Oberseite zimtbraun und auf der Unterseite rötlichgrau gefärbt. Charakteristisch ist bei den Männchen der aschgraue Kopf mit den breiten schwarzen Bartstreifen. Die Bartmeise trägt einen zweiteiligen, etwas platzend und nasal klingender Ruf („tschin tschin“) vor. Die Nahrung besteht im Frühjahr/Sommer fast ausschließlich aus Insekten und anderen Wirbellosen. Im Winter hingegen vor allem aus Samen (z.B. Rohrkolben und Schilf). Bei der Verdauung der Samen sind Magensteinchen von besonderer Bedeutung.

In Nordrhein-Westfalen kommt die Bartmeise als extrem seltener Brutvogel vor. In ihrem Hauptverbreitungsgebiet (vor allem Südspanien, Balkan, Osteuropa sowie in der Küstenregion von Nord- und Ostsee) besiedelt die Art großflächige Röhrichtbestände. Die bodennahen Nester werden im Röhrichtdickicht in Wassernähe angelegt. In harten Wintern können Bartmeisen starke Bestandseinbrüche erleiden. Unabhängig von den natürlichen, klimatisch bedingten Bestandsschwankungen, hängt die weitere Entwicklung des Brutbestandes in Nordrhein-Westfalen vom Schutz und der Entwicklung ausgedehnter Schilfröhrichte ab.

Das einzige regelmäßige Brutvorkommen der Bartmeise in Nordrhein-Westfalen befindet sich im Vogelschutzgebiet „Rieselfelder Münster“. Der Bestand wird auf unter 5 Brutpaare geschätzt (2015).